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Fall 18: Auflösung

Lerninhalte

  • Mesenteriale Ischämie

CT Abdomen mit Kontrastmittel

In der venösen Phase ist die fehlende Kontrastierung innerhalb der V. portae gut erkennbar (Kreis). Der Thrombus setzt sich weiter bis in die V. mesenterica superior fort (Kreis).

Die Darmabschnitte, die von der VMS drainiert werden, sind wandverdickt (Pfeil); das mesenteriale Fettgewebe ist diffus imbibiert (Kreis) mit kleinen abgrenzbaren Lymphknoten im Sinne einer venösen Stauung. Eine Pneumatosis intestinalis zeigt sich nicht.

Die Patientin wurde lokal lysiert. Dazu wurde interventionell ein Katheter in die A. mesenterica superior gebracht und für wenige Tage belassen.

Die häufigste Ursache einer mesenterialen Ischämie ist der akute Mesenterialarterienverschluss (embolischer Verschluss, ca. 50% der Fälle), gefolgt von dem akuten thrombotischen Verschluss bei vorbestehendem chronischen Mesenterialarterienverschluss (ca. 25% der Fälle) und der akuten nicht-okklusiven Mesenterialischämie (ca. 20% der Fälle). Eine eher seltene Ursache (< 10% der Fälle) ist die Mesenterialvenenthrombose. Hierbei findet sich in der Regel eine angeborene oder erworbene Thrombophilie mit entsprechenden Risikofaktoren (u.a. genetische Prädisposition mit Protein C- oder S-Mangel, Einnahme oraler Kontrazeptiva oder Östrogene, Z.n. tiefer Beinvenenthrombose).